07
Feb
Haarausfall und Stoffwechsel
Haarausfall trifft Männer und Frauen – allerdings in verschiedenem Alter. Der Haarausfall bei Männern wird durch immer größere Geheimratsecken, sowie häufig einer runden Tonsur auf dem Kopf gekennzeichnet. Bei Frauen verläuft der Haarausfall dagegen eher diffus. Ein besonders dramatische Form von Haarausfall ist die Alopecia areata, bei der die Erkrankung den totalen Verlust der Haare auf dem Kopf oder sogar Gesicht und Körper bedeuten kann. Glücklicherweise sind diese extremen Fälle relativ selten, meist handelt es sich um “normalen” anlagebedingten Haarausfall. Es gibt verschiedene verfügbare Behandlungsmöglichkeiten gegen den Haarausfall, zwei bedeutende Medikamente sind Minoxidil (Rogaine / Regaine) und Finasterid (Propecia / Proscar). Sie helfen beim das Haarwachstum bei einer größeren Anzahl von Patienten, allerdings ist das Ausmaß der Wirkung unterschiedlich. Naturheilkundliche Verfahren gegen den Haarausfall dagegen sind nicht ganz unumstritten.
Bei Männern ist auch eine Haartransplantation eine Option. Dabei werden Haarbündel von der Rückenseite der Kopfhaut auf die kahlen Stellen im vorderen Bereich verpflanzt. Der Vorteil der Haartransplantation liegt in der schnellen und meist sicheren Durchführung, allerdings kostet eine Haartransplantation auch viel Geld. Es gibt verschiedene Techniken um eine Haartransplantation durchzuführen, grob unterteilbar in “Strip” und “FUE”. Bei einer Haartransplantation nach der Strip-Methode wird ein Streifen entnommen, während bei der FUE einzelne Haarbündel herausoperiert werden. Die Unterschiede zwischen den Methoden sind riesig, genauso wie die Preise.
Alopecia areata ist eine Autoimmunkrankheit, ähnlich wie die Neurodermitis. Normalerweise schützt das Immunsystem den Körper gegen Infektionen und Krankheiten. Bei einer Autoimmunkrankheit greift das Immunsystem des Körpers fälschlicherweise den eigenen Körper an, wie den Haarfollikel oder die Hautzellen. Auch Neurodermitis neigt dazu, am häufigsten bei Kindern und jungen Erwachsenen herauszukommen. Jedoch kann Neurodermitis auch ältere menschen treffen, genauso wie Neurodermitis durch psychologischen Stress gefördert wird. Es gibt mehrere verschiedene Hypothesen darüber, was Neurodermitis verursacht. Genetische ursachen scheinen bei der Neurodermitis eine bedeutende Rolle zu spielen, da es eine höhere Häufigkeit innerhalb einer Familie gibt. Auch Asthma, Heuschnupfen und Schilddrüsenkrankheiten treten bei Verwandten mit Neurodermitis gehäuft auf.
Eine weitere gentisch bedingte Krankheit mit einem Beginn schon bei Kindern ist ADHS, eine Aufmerksamkeitsdefizits-Störung. Die ersten Anzeichen von ADHS sind schon bei Babys zu erkennen, die besonders oft schreien und erste motorische Probleme aufweisen. Mit Eintritt in die Schule kommt es in vielen Fällen schon zu ersten Konflikten. Das ADHS führt zu Unruhe, Minderung von Konzentration, Wahrnehmung und sozialen Kontakten, sowie zu der konfliktträchtigen Problematik keine Aufgaben zu Ende zu führen. ADHS ist relativ häufig, etwa 3-5 % aller Kinder sind betroffen. Eine korrekte Diagnose muss auf jedem Fall von einem ausgebildeten Arzt oder Psychologen gestellt werden. Als Therapie von ADHS kommen Medikamente wie Strattera oder Ritalin in Verbindung mit einer psychologischen Verhaltenstherapie in Frage. ———-